Erst absichern, dann anrufen. Diese Reihenfolge gilt unabhängig davon, wen Sie rufen.
Schritt für Schritt
Auf Bundesstraßen fehlt meist der Standstreifen. Dort ist die nächste Ausweichfläche oder Einfahrt fast immer der bessere Halt als der Fahrbahnrand.
Am Telefon
Auf der Autobahn: Kilometerangabe vom Leitpfosten plus Fahrtrichtung, oder die letzte Anschlussstelle. Am einfachsten ist „Standort teilen" — dann bekommen wir die Koordinaten direkt.
PKW, Transporter, LKW oder Wohnmobil. Bei Nutzfahrzeugen zusätzlich die Achsposition und ob es Zwillingsbereifung ist.
Steht seitlich auf der Flanke, zum Beispiel 205/55 R16 91V. Ein Foto genügt uns. Damit klären wir vorab, welcher Betrieb die Dimension dabeihat.
Langsam Luft verloren oder schlagartig? Über etwas gefahren? Das entscheidet oft schon, ob repariert oder gewechselt wird.
Reparatur oder Wechsel
Das entscheidet der Monteur nach Art und Lage des Schadens — und zwar nicht nach Aufwand, sondern nach Sicherheit.
Ein Einstich in der Lauffläche durch Nagel oder Schraube lässt sich in der Regel fachgerecht reparieren, solange der Reifen nicht mit zu wenig Luft weitergefahren wurde.
Flankenschäden sind nicht reparabel. Die Flanke trägt die Last und arbeitet bei jeder Umdrehung — ein Riss dort ist ein Sicherheitsrisiko, auch wenn der Reifen noch Luft hält.
Kosten
Viele Autoversicherungen, Automobilclubs und Kreditkarten enthalten einen Schutzbrief, der Pannenhilfe ganz oder teilweise übernimmt. Sagen Sie uns im Anruf, über wen Ihrer läuft — das klären wir dann.
Reifenschäden durch Verschleiß deckt die Kasko in der Regel nicht. Bei mutwilliger Beschädigung oder im Zusammenhang mit einem Unfall kann es anders aussehen. Das entscheidet Ihre Versicherung, nicht wir.
Unabhängig davon bekommen Sie den Preisrahmen am Telefon genannt, bevor jemand losfährt.
Winter
In Deutschland gilt keine feste Winterreifenpflicht nach Datum, sondern eine situative: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte dürfen Kraftfahrzeuge nur mit Reifen gefahren werden, die für winterliche Verhältnisse geeignet sind. Maßgeblich ist das Alpine-Symbol, das Schneeflockensymbol im Bergpiktogramm.
Wer bei solchen Verhältnissen ohne geeignete Bereifung fährt, riskiert ein Bußgeld und bei einem Unfall Probleme mit der Versicherung. Auf Mittelgebirgs- und Alpenstrecken beginnt der Winter früher und dauert länger als im Flachland — die Faustregel „von Oktober bis Ostern" ist deshalb nur ein Anhaltspunkt, keine Rechtsgrundlage.